Thema "Wortbruch"



Zeitschrift

 

No. 10: Wortbruch, erscheint am 31. Oktober 2008

 

von: Hannes Diedrich, Jan Weidner

 

Ody Soys: "Alienya-Visionen"



Samstag, 28. Februar, 20:00 Uhr im zuckerstudio waldbrunn

Der Künstler Ody Soys wird von extraterristrischen Wesen auf mentalem Weg auf den Planeten ALIENYA entführt, stellt fest, dass die Wesen dort in der Lage sind, Musik, Bilder, Daten usw. direkt im Gehirn abzuspeichern & auch wieder ebenso direkt über Telepathie zu reproduzieren, ohne jegliche, technische Hilfsmittel.

Er wird von den Alienyern in die bewusstseinserweiternden Praktiken eingewiesen, die auch ihm solches ermöglichen.

Die visuellen Ergebnisse macht er jetzt über seine Ausstellungen uns Menschen zugänglich ...

Weitere Bilder zeigen Auszüge aus den Serien "Kommunikation", "Das Tor" & "Das Werk".

Zur Vernissage läuft in Kooperation mit Beamer-Verleih-Berlin die "CyberSpectives" Beamer-Licht-Show "Lebende Wände 09".

Thema "Holzweg"



Zeitschrift

 

No. 9: Holzweg, erscheint am 27. Juli 2008

 

von: Hannes Diedrich, Jan Weidner

 

Installation und Performance: Lebende Fenster & Das Dahinter

 

"MultiMedia bedeutet für mich viel, viel mehr als nur den oberflächlich herkömmlichen Abwurf des Begriffes als pseudokulturelles Fall-Schirmchen für unbegabte KünstlerInnen..."


Eingefasst von den Beamerprojektionen seiner Werke, untermalt von Musik (live und aus der Konserve) zeigt Artus Unival seine Arbeitsweise in situ: Vom aktuellen Originalfoto, fraktalisiert und modularisiert, zum zirkularen Werk.

Ausgewählte Drucke bilden die katalogische Grundlage für Publikumsbestellungen und -beratungen und geben einen Einblick in die Arbeitsweise zwischen "Work in progress" und Unikat.

 

von: CyberSpectives

Ausstellung: Indikator

 

Thema "Symbiose"



Zeitschrift

 

No. 8: Symbiose, erscheint am 25. Mai 2008

 

von: Hannes Diedrich, Jan Weidner

 

Ausstellung: Verschmelzungen

Selbstfindung erfolgt durch Begegnung mit jemandem in der Welt. Demnach haben die ins Geistesinnern gewandten Prozesse eine Kehrseite, die einen gesellschaftlichen Raum verlangen und entstehen lassen – Verhältnisse.

Betrete ich Flächen und Orte, trage ich mein Selbst an etwas heran, gewähre aber auch Raum, um Intentionen und Zustände der Gebäude in mich aufzunehmen. Resultat dieser Vorgänge sind Begegnungen und Geschehnisse, die aus individuellen Eigenheiten und gesellschaftlichen Begebenheiten etwas Neues hervorbringen – Verschmelzungen.

Unter diesem Vorzeichen lassen sich einfache und randständige Architekturstücke in Raum- und Zeitschiffe verwandeln. Die aktuellen gesellschaftlichen Umgangsverfahren mit Kunst, Kultur und Sozialem, können am Verfall und der Entwertung von Gebäuden veranschaulicht werden. Trotz sozialer Stigmatisierung und massiven Zerrüttungen spiegeln diese Gebäude(-Komplexe) Visionen und Intentionen ihrer ehemaligen Daseinsberechtigung ungebrochen wieder. Dieser Umstand, der von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung ist, macht sie zu besonderen Orten. Denn an ihnen können die Widersprüchlichkeiten im sozialen Raum gesehen und praktisch erlebt werden. Diese Gebiete markieren Bruchstellen im Gesellschaftsgefüge, die Potentiale für individuelle und gesellschaftliche Veränderungen verkörpern, da sich an ihnen unsere gewohnten Denkmuster überwinden lassen.

Dieser fotografische Beitrag sieht sich zum einen als künstlerische und sozial-kritische Auseinandersetzung defizitärer Geschichtsführung und verfehlter Stadt- und Raumpolitik und zum anderen als die Beleuchtung verschiedener Etappen individueller Selbstformation.

Fotografien und Installationen von: Daniel Schaub. Vernissage am 25. Mai ab 18:00 im zuckerstudio.

 

Thema "Ordnung"



Zeitschrift

 

No. 7: Ordnung, erscheint am 16. März 2008

 

von: Hannes Diedrich, Jan Weidner

 

Ausstellung: La Nouvelle Justine et Juliette - Zeichnungen und Illustrationen

 

Spannend ist nichts im Werk des D. A. F. de Sade.
Die Dramatis Personae seiner hermetisch geschlossenen Kopf- und Arschgeburt ergehen sich in der Monotonie blendend weißer Hinterbacken und gepuderter Dekolletés; Staffage des Boudoirs.

Manchmal gelingt der Umbruch: Dann fügen sich die stereotypen Körper in bizarren Konstellationen zusammen, werden Stellungen und Positionen in ein perverses ästhetisches Morsealphabet übersetzt.

Die Auflösung, die freie Kombination der ohnehin schon schwammigen weiblichen Anatomie stellen die Pointe der köstlichsten Sade-Passagen dar: Auftritt Minski, der Menschenfresser, dessen Mobiliar aus nackten Leibern besteht; die Tische, die Sessel, Kronleuchter.
Menschenknäuel, aus denen unversehens eine Brustwarze blitzt wie eine Denkpause, ein Punkt.

 

von: Jan Weidner